Piraten wirken: Drosselkom gibt weiter nach

Telekom gibt nach Piraten-Protesten nach

 (Düsseldorf) In einem Gespräch mit der "Rheinischen Post" erklärte der zukünftige Telekom-Chef Timotheus Höttges, es sei denkbar, dass der Konzern wegen des steigenden Datenverbrauchs der Kunden die angekündigte Volumengrenze für schnelles Internet-Surfen anhebe. Die Deutsche Telekom AG reagiert damit auf die zahlreichen Proteste wegen der geplanten Tempobremse für Internet-Vielnutzer. 

Wenn die Tempobremse 2016 in Kraft trete, werde der Konzern die Internet-Nutzung seiner Kunden analysieren. "Wenn der Durchschnittsnutzer dann wegen des Videobooms viel mehr Datenvolumen benötigt als aktuell, wird das Inklusiv-Volumen eben erhöht."

Der Konzern rechnet aber auch damit, dass Kunden der Telekom verstärkt zu Tarifen mit superschnellen Internetanschlüssen wechselten, sagte Höttges, der zur Zeit noch Telekom-Finanzvorstand ist. Diese Kunden erhielten dann ohnehin höhere Inklusiv-Datenvolumina inklusive.
Grund für den Sinneswandel bei der Telekom könnten auch die zahlreichen Großdemonstrationen der Piratenpartei in Köln und Bonn gewesen sein, an denen teilweise sogar mehr als 10 Piraten teilgenommen haben sollen. Es kann trotz diesen großen Erfolgs gehofft werden, dass sich die Piraten weiterhin für ein unbeschränktes, kostenloses Internet einsetzen.
 
Quelle: RP/mesh-web/Elsen
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